Sprachtraining
Eine neue Sprache kann man in jedem Alter erlernen - egal ob als Kleinkind oder als älterer Mensch. Entscheidend ist, dass man auf die richtige Art und Weise lernt. So fällt es Kindern zwar leichter, auswendig zu lernen, Erwachsene können jedoch auf einen größeren Erfahrungsschatz zugreifen und daher besser anhand von Assoziationen lernen.
"Wo der Spaß aufhört, hört auch das Lernen auf!" Es ist mittlerweile durch Studien belegt, dass sich Spaß und Humor nicht nur positiv auf die Motivation, sondern auch auf das Lernen auswirken. Schon allein deshalb herrscht in meinen Kursen stets ein gutes Klima und es wird viel gelacht. Kinder und Erwachsene lernen zudem auf der Basis neurowissenschaftlicher Erkenntnisse und somit gehirngerecht.
Meine Trainingsmethoden orientieren sich an den individuell unterschiedlichen Lernbedürfnissen und -gewohnheiten und sind dem jeweiligen Alter sowie den Lernumständen der Zielgruppen angepasst. Besonders in den Kursen für Kinder beziehen wir die Synergie-Effekte zwischen Bewegung und Lernen intensiv mit ein.

Mein Angebot:
  • Deutsch-, Englisch- und Spanischkurse für Kinder
  • Deutsch- und Englischkurse für Erwachsene
  • Firmensprachkurse Business English
  • Lerntraining und Lerncoaching für Kinder, Jugendliche, Auszubildende, Studenten sowie Berufstätige bzw. Erwachsene in Aus- oder Weiterbildung
  • gezielte Vorbereitung auf offizielle Englisch-Tests, wie KET, PET, FCE, CAE, CPE, BCE, TOEFL, TOEIC, BULATS etc.
Frühspracherwerb und Mehrsprachigkeit
Das Gehirn eines Kindes wächst - sowohl größenmäßig als auch in Bezug auf neuronale Verbindungen - bis zum Alter von sechs Jahren. Die Hirnforschung zeigt, dass die intellektuellen Fähigkeiten eines Menschen nicht nur genetisch bedingt sind. Sie hängen in hohem Maße von extrem früher Stimulation des Hirns ab, was zur Bildung neuronaler Vernetzungen führt. Je mehr Vernetzungen entstehen, umso umfangreicher wird das Potenzial, Informationen abzuspeichern und abzurufen.
Das Gehirn eines Dreijährigen ist mehr als doppelt so aktiv wie das eines Erwachsenen und hat somit einen fast doppelt so hohen Energieverbrauch. Es benötigt bis zu 50% des täglichen Kalorienbedarfs; bei Erwachsenen sind es nur rund 18%. Ferner verbraucht das Gehirn 20 bis 25% des vom Körper aufgenommenen Sauerstoffs.
Eine Überproduktion von Synapsen in den ersten Lebensjahren ermöglicht das schnelle Erlernen ganz unterschiedlicher Verhaltensweisen, Sprachen, Lebensstile usw. Ein großer Teil der weiteren Gehirnentwicklung besteht darin, die für ihre Lebenswelt nicht relevanten Synapsen abzubauen und die benötigten Bahnen zwischen Neuronen zu intensivieren. So bestimmt die Umwelt - das in ihr Erfahrene, Gelernte, Erlebte und Aufgenommene - zu einem großen Teil die Struktur des Gehirns.
Die Überproduktion und Selektion von Synapsen erfolgen in verschiedenen Regionen des Gehirns mit unterschiedlicher Geschwindigkeit und Intensität; sie erreichen ihre Höhepunkte zu jeweils anderen Zeiten. In diesem Zusammenhang spricht man oft von Entwicklungsfenstern oder kritischen Phasen. In diesen ist das Gehirn für bestimmte Lernerfahrungen besonders empfänglich, da dann die entsprechenden Regionen des Gehirns strukturiert werden. Werden diese Entwicklungsfenster verpasst, kann ein Kind im jeweiligen Bereich nur noch mit viel mehr Mühe und Einsatz dieselbe Leistungsfähigkeit erreichen wie andere. Die sensible Phase für den Spracherwerb dauert bis zum 6. oder 7. Lebensjahr.
Bereits vier Tage alte Babys sind in der Lage, ihre Muttersprache von einer anderen Sprache zu unterscheiden. Ein Kleinkind kann theoretisch Phoneme aller Sprachen korrekt nachsprechen. (Phonem = kleinste bedeutungstragende Einheit einer Sprache.) Bereits in den ersten Lebensmonaten und -jahren verschlechtert sich diese Sensibilität rapide. Im Erwachsenenalter kann man Laute anderer Sprachen teilweise überhaupt nicht mehr unterscheiden. So können Franzosen beispielsweise keinen Unterschied hören zwischen dem stimmlosen und dem stimmhaften th in den englischen Wörtern thick und then.
Ab dem Schulalter, insbesondere aber ab der Pubertät, kann eine neue Sprache kaum noch perfekt erlernt werden. Natürlich kann man auch im Schul- oder Erwachsenenalter noch eine zweite, dritte oder vierte Sprache erlernen, aber normalerweise nur mit Akzent und viel mehr Anstrengung. Der Grund liegt darin, dass es immer weniger überzählige und unbenutzte Synapsen gibt. Von der Struktur des Gehirns hängt ab, in welchen Bereichen das Lernen einem Menschen leichter oder schwerer fällt. Ist z.B. ein Kind bilingual aufgewachsen, eignet es sich in der Regel schneller eine dritte oder vierte Sprache an.
Je schwieriger und komplexer die Aufgaben sind, die Kindern in ihrer Umwelt gestellt werden, umso mehr Gehirnregionen werden aktiviert und umso mehr Verbindungen zwischen Neuronen werden ausgebildet.
Es wirkt sich positiv auf den Spracherwerb aus, wenn man falsche Äußerungen vervollständigt oder korrigiert, anstatt dem Kind zu sagen, dass es gerade einen Fehler gemacht hat. Kinder wiederholen den gesagten Satz und korrigieren sich somit selbst. Ebenfalls wichtig für den Spracherwerb ist es, Geschichten zu erzählen, Märchen vorzulesen oder anzuhören, zu reimen, Zungenbrecher einzuüben sowie regelmäßige Gespräche und Zuhören. All dies beeinflusst den Wortschatz des Kindes. Das Fehlen von Frühsprachentwicklung führt zu extremen Funktionsstörungen im Gehirn. Das Beispiel von sogenannten Wolfskindern zeigt, dass nicht nur Sprachstörungen entstehen, sondern ernsthafte Probleme in der übrigen geistigen Entwicklung. So sind sie meist nicht in der Lage, einfachste mathematische Aufgaben zu lösen oder logisch zu argumentieren.
Es gibt keine wissenschaftlichen Beweise, dass das Hören von zwei oder mehr Sprachen zu Verzögerungen oder Störungen beim Spracherwerb führt. Viele Kinder auf der ganzen Welt wachsen mit zwei oder mehr Sprachen auf, ohne dass sie irgendwelche Störungen oder Verzögerungen aufweisen. Erlernt man im Kleinkindalter eine zweite Sprache, werden beide Sprachen im gleichen Bereich des Gehirns abgespeichert. Erlernt man die zweite Sprache erst später, wird sie in einem anderen Bereich abgespeichert. Dabei ist nicht wichtig, wie gut man eine Sprache beherrscht. Der Zugriff auf eine andere Sprache fällt bilingualen Menschen leichter. Selbst, wenn man zwei oder mehr Sprachen spricht, greift man in Stresssituationen automatisch auf die Muttersprache zurück. Auch gezählt wird ein Leben lang in der Muttersprache.
Bilinguale Kinder sind meistens besser in der Schule und verfügen über bessere Fähigkeiten, Probleme zu lösen. Sie sind in der Regel kreativer und verfügen über ein besseres Grammatikverständnis. Sie lernen schneller, verarbeiten sowohl verbale als auch non-verbale Informationen schneller, sie drücken sich mündlich wie schriftlich einfallsreicher aus. In bestimmten Bereichen von Intelligenztests schneiden sie in der Regel besser ab als monolinguale Kinder. Laut einer Studie setzt eine Altersdemenz bei bilingualen Menschen circa vier Jahre später ein.
Ein durchschnittliches Kind spricht zunächst ein paar Jahre, bevor es anfängt, in seiner Muttersprache zu lesen und zu schreiben. Beim Erlernen einer zusätzlichen Sprache sollte darauf geachtet werden, dass das Kind zunächst auch nur das Sprechen erlernt. Erst in einem späteren Schritt sollten Lesen und Schreiben hinzukommen. Die Fähigkeiten des Lesens und Schreibens sind vollkommen anders als die des Sprechens, denn es werden komplett unterschiedliche Bereiche des Gehirns stimuliert. Deshalb sind viele Kinder überfordert, wenn sie neben dem Erlernen einer neuen Sprache direkt das Lesen und Schreiben in dieser Sprache erlernen.
Mehrsprachigkeit kann jedoch auch zu Problemen führen. Kinder von Einwanderern sprechen oft weder die Muttersprache noch die Landessprache richtig, was zu einer sogenannten „doppelten Halbsprachigkeit“ führt. Die Gründe hierfür liegen nicht in mangelnder Begabung, sondern in sozialen Problemen und kulturellen Berührungsängsten. Eine mögliche Lösung wäre eine bessere Zusammenarbeit zwischen Eltern und Bildungseinrichtungen, beispielsweise durch an Eltern gerichtete Angebote. Diese nehmen Eltern häufig begeistert an, wenn sie das Gefühl haben, dass ihre Sprache nicht entwertet oder unterdrückt wird.